Manta Manta – die majestätischen Riesen der Malediven


Die Sonne knallt vom Himmel und ich bin auf besonderer Mission: Mantas suchen. Schnell noch ein Foto, dann stoppt auch schon der Kapitän. "Da sind sie!" ruft er uns zu. Prompt schlägt mein Herz schneller. Ich hab das Gefühl ich muss mich beeilen, sonst sie vielleicht gleich wieder weg. Schnell die Flossen anziehen, die Brille zurechtrücken und dann ins Wasser plumpsen lassen. Platsch.
Wo sind sie? Ich suche durch meine Taucherbrille nach rechts und links, drehe mich und sehe zuerst nichts. Da! Eine weiße Fläche bewegt sich ganz elegant auf mich zu. Sichtung meines ersten großen Mantas. Er schwebt, nein er fliegt unter Wasser. Er wird immer schneller und kommt direkt auf mich zu. Kurze Panik Attacke. Könne die eigentlich stechen? Oh mein Gott. Was hat der Tauch Lehrer gesagt? Diese nicht, oder? 
 
Ich glaube ich schwitze unter Wasser und versuche ruhig zu bleiben. Dann erinnere ich mich. Diese Mantas sind ungefährlich, sie mögen keine Reiseblogger, sondern Plankton. Stachelrochen können stechen und die sehen wir hier nicht.

Er ist jetzt ganz nah und ist neugierig. Das beruhigt mich. Ich wage den ersten Schnorchelgang. Ich will zu ihm. Ein anderer Manta kommt dazu. Und ich finde meinen Mut wieder. Ich gehe so tief ich kann runter, und die beiden schönen Kreaturen kommen zu mir. Sie schweben unter mit hindurch, selbst wenn ich ruckartigere Bewegungen mache, passen Sie sich mir an. Ich schätze ihre Spanweite auf etwa drei Meter, dagegen bin ich ein kleiner Fisch. Und trotzdem kommt mir vor, als verstünden sie mich. Sie scheinen zu kapieren, dass ich nicht so elegant tauchen kann wie sie und nehmen mir die Arbeit ab. Beide drehen sie sich immer wieder auf den Rücken, so dass ihr weißer Bauch durch die vom Wasser gebrochenen Sonnenstrahlen reflektiert. Dieser Anblick macht mich wahnsinnig glücklich. 

Es ist wunderschön, friedlich, erhaben. Dann kommen noch mehr. Aus der blauen Tiefe kommen sie höher, drehen ihre Runden, verschwinden und tauchen wieder auf. Würde ich jetzt noch klassische Musik hören, dann müsste ich weinen. Es ist ergreifend. Nach einer knappen halben Stunde schwimmen wir wieder zum Boot  - länger sind Schnorchelgänge nicht erlaubt. Dennoch ich strahle über das ganze Gesicht. 

Am nächsten Tag sitze ich im Restaurant und erinnere mich an das schöne Erlebnis mit den Mantas. Ein paar Tische weiter neben mir sitzt ein Pärchen. Auf ihrem Tisch liegt ein Handy. Das ist der Manta-Alarm, denke ich just in dem Moment, als das Telefon anfängt zu piepen.
Das Four Seaons Landaa bietet seinen Gästen diesen coolen Service an: werden Mantas gesichtet, gibt es über spezielle Handys einen Alarm. Ich hatte allerdings eine Extrawurst und bin gesondert gefahren. Die beiden springen auf und rennen mit Spannung und Vorfreude los, die Teller sind noch voll. Ich bin neidisch. Am liebsten würde ich noch mal mitkommen. Es war einfach zu schön.

PS: Ich Dummerchen hatte meine Unterwasserkamera vergessen, daher musste ich mir eine leihen. Entsprechend mau sind die Fotos. Aber ganz ehrlich: hätte ich meine dabei gehabt, dann wäre die Qualität wahrscheinlich auch nicht besser geworden, denn ich war viel zu sehr damit beschäftigt den Tieren zuzuschauen, als mich auf das Fotografieren zu konzentrieren.

Disclaimer: Auf meine Reise wurde ich von Four Seasons eingeladen.

2 Kommentare:

  1. Wow, Mannas sind tolle Tiere. Ich habe sie damals auch bei den Malediven gesehen. Sie sind wie ein riesiger fliegender Unterwasserteppich! Im Norden Australiens bei Exmouth soll man sie auch oft sehen. Dort werd ich auf jeden Fall auch nochmal auf Tauchtour gehen, wer weiß vllt begegnet man dann auch einem Walhai (oder hungrigen Haien…:/

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  2. Muss sagen, dass ich mich nun noch mehr auf meine Reise mit Phoenix. Hoffe ich kann ähnlich interessante Dinge sehen!
    LG

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